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Da der Antrieb durch die Big Blocks so gewaltig war, musste die Karosserie und Teile des Antriebs verstärkt werden, damit das Baby nicht auseinanderfällt oder sich verzieht. Die Performance war so stark, dass der Barracuda so einige Rennen für sich entschied. Auch der baugleiche Dodge Challenger nahm so einige Siege mit nach Hause und beide Modelle waren nach kurzer Zeit berüchtigte Gegner der Viertelmeile. Die Big Block-Varianten des AAR (All American Race) Cudas mit dem 440ci Six Pack (390 SAE-PS) und dem 426ci Hemi (426 SAE-PS) waren so schnell, dass die Quartermile mit gerade mal 13 Sekunden dauerte. Das verschaffte Respekt in der Muscle Car-Szene.
Genauso schnell wie sein Aufstieg war auch sein Abstieg. Der grosse komerzielle Erfolg
bleib aus und so verkaufte Chrysler 1970 gerade einmal 23.000 Exemplare mehr als 1969.
Die Ölkrise zeichnete hier ihre Wunden ab und trotzdem entschied sich der Konzern,
1971 ein neues Model auf den Markt zu bringen, welches kaum Veränderungen mit sich brachte,
ausser einen neuen Kühlergrill und die Doppelscheinwerfer. Ausserdem wurde das letzte Mal
ein der 'Street Hemi' mit seinen 426ci angeboten. Allerdings bekamen nur knapp über 100
Exemplare diese Motorisierung. Man wusste, dass die Zeit des Barracudas bald ablaufen
wird und so ersparte man sich viel Zeit in neue Technologien und Entwicklungen.
Da die Verkaufszahlen des 1970er Models so gering waren, ist dieses Bauhjahr das heute begehrteste unter den Barracudas. Schon 1972 wurden keine Big Blocks mehr in die Cudas eingebaut und so waren die bissigen Raubfische zu zahmen Zierfischchen mutiert. Ein trauriger Abschied, der 1974 endgültig vollzogen wurde. Die Ära der Muscle Cars bekam durch die Ölkrise ihren Gnadenschuss und man entwickelte lieber spritsparende Familienautos als hubraumverwöhnte Rennschlitten. Mit diesem schnellen Tod und den wenig produzierten Exemplaren sind die Geschwister Barracuda und Challenger die begehrtesten Muscle Cars unserer Zeit. |