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Chrysler ging es nicht immer gut. In ihrer Kollektion befanden sich nützliche Autos, aber kaum eins,
welches sportlich und preisgünstig war. Also setzte sich Chrysler 1962 an ein geheimes Project mit
dem Namen "Barracuda". Das erste Model war eine Reinkarnation des Dodge Valiant, der bis auf das
Dach und die Heckscheibe dem Barracuda glich. Die Heckscheibe war bei dem ersten Modell, das am
1. April 1964 in Serie ging, mit 1,34 qm die flächenmäsig grösste Heckscheibe eines Serienautos.
Diese Scheibe hatte auch die Besonderheit, dass sie nicht gepresst oder gegossen wurde, sondern
im heissen Zustand in Form gelegt wurde und so unter ihrem eigenen Gewicht die endgültige Form
annahm. Damit die Insassen nicht verglühen, kam die mit getöntem Glas auf den Markt.
Doch um diesen Barracuda geht es hier nicht. Auch wenn es ein sehr schönes Modell ist und damals schon mit einem ausgezeichnetem Fahrwerk produziert wurde, liegt mein Herz auf dem Sitz eines anderen Modells: Die 70er Baureihe. Der grosse und stärkere Bruder; der Quartermile-Killer; die wahre Streetmachine.
Das Jahr 1970 war kein gutes Jahr, um ein neues Muscle Car auf den Markt zu bringen: Spritpreise,
Strafsteuern und Umweltrichtlinien hielten viele potentielle Käufer davon ab, einen E-Body mit
ordentlicher Motorisierung zu kaufen. Trotzdem sollte dieses Jahr von grosser bedeutung sein,
denn es galt den Verkaufsschlager Ford Mustang zu überbieten und das mit mehr Power und mehr
Männlichkeit. Auch wenn der Barracuda schon 1966 gebaut wurde, konnte er mit seinem bis dato
biederen Design nicht wirklich überzeugen in der Szene der sportlichen Boliden. Es musste etwas
her, was überzeugen kann und die Leute trotz wirtschaftlicher Krise in die Autohäuser treibt.
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